Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)

Altenpflegeheim

Bergstraße - Brandis

Dies ist ein Heim der Altenheimgesellschaft Muldental gGmbH


Bergstraße 2A, 04821 Brandis, Tel.: (03 42 92) 4 17 30, E-Mail: info@altenpflegeheim-brandis.de

Der Beste und treueste Freund des Menschen
Therapiebegleithunde im Einsatz

Seit nunmehr 6 Jahren bekommen die Bewohner unserer Einrichtung Besuch von Therapiebegleithund Biene.
Sie ist ein Mischlingshund mit braunem Fell und weißem Latz. Als Welpe wurde Biene bei Frau Dipl.- Med. Haase aus Wurzen abgegeben, die sie sehr liebevoll aufzog.
Biene entwickelte sich prächtig und aufgrund ihrer ruhigen und ausgeglichenen Art bildete Frau Haase sie zum Therapiebegleithund aus. So kam Biene zu ihrer Bestimmung.

Therapiebegleithund Biene

Sie und ihr Frauchen sind Mitglied im Verein Therapiehunde Deutschland e.V. (Namensänderung geplant: Therapiebegleithunde- Team Deutschland e.V.).

Der Verein hat Mitglieder, die sowohl beruflich als auch ehrenamtlich mit ihrem Hund als Team für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen mit seelischen, körperlichen oder/und geistigen Behinderungen arbeiten.

Es erfolgt sowohl berufsbegleitend als auch ehrenamtlicher Einsatz in Behinderteneinrichtungen, Kinderheimen, Alten- und Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten sowie therapeutischen Praxen.

Sie legen großen Wert auf Teamarbeit zwischen dem Hundehalter und seinem Hund.
Einen großen Stellenwert hat in der Arbeit die durch Fachleute durchgeführte Wesensanalyse, um die Stärken und Besonderheiten der eingesetzten Hunde genau zu kennen. Der Verein erachtet dies für unverzichtbar, um für die betreuten Menschen eine höchstmögliche Sicherheit zu erreichen und ihre Tiere mit ihren Stärken und Problemstrecken genau zu kennen und immer kritisch zu bleiben.

Für die tiergestützte Arbeit mit dem Hund ist die Neutralität des Hundes, das wertungs- und vorurteilsfreie Entgegenkommen des Sozialpartners Hund sehr wertvoll.
Der Hund kann Geborgenheit, Sicherheit, Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Freundlichkeit vermitteln. Im Umgang mit Menschen sehr erfahrene Hunde zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität für menschliche Gefühlslagen aus und können das sehr fein signalisieren. Dadurch kann in Diagnostik und Therapie wertvolle Rückmeldung entstehen.

Da Frau Haase nicht immer selbst mit Biene zu uns kommen kann, wird sie meist von Frau Noack aus Brandis begleitet, die Sozialarbeiterin ist und Biene von klein auf kennt. Sie kann den Senioren viele interessante Dinge erzählen.

Natürlich ist Biene nicht nur zum Anschauen da, nein mit ihr kann man schmusen, sie streicheln, an der Leine spazieren führen aber auch sprechen.

Seit Januar 2006 hat Biene nun Verstärkung bekommen, und zwar die Bearded Collies Bea, Flamy, Byron und Carlo mit ihrem Frauchen Sabine Hirsch.

Biene im Einsatz

Eigentlich sind die grau weiß braunen lustigen Vierbeiner ja Hütehunde, aber da ihr Frauchen keine Schafe hat, auf die sie aufpassen können, sie aber sehr wachsam und lieb sind, haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, andere Menschen glücklich zu machen.
Auch sie sind zum Schmusen, Streicheln und Kunststückchen vorführen da.

Wenn unsere Vierbeiner zu Besuch da sind, haben sie natürlich immer riesigen Appetit mitgebracht und lassen sich gern mit leckeren Happen verwöhnen.
Dankbar stupsen sie dann mit ihren feuchten Nasen und wedeln freudig mit dem Schwanz, was immer ein Lächeln in die Gesichter der Bewohner zaubert.

Durch die Besuche der „Therapeuten auf vier Pfoten“ wurde eine Vertrauensbasis zwischen Mensch und Tier geschaffen. Die meisten unserer Bewohner hatten früher selbst Haustiere. Durch die veränderte Lebenssituation, ausgelöst durch Krankheiten oder einfach weil sie allein nicht mehr selbständig genug waren, um zu Hause zu bleiben, mussten sie auf ihre Tiere verzichten und einen neuen Lebensabschnitt ohne sie beginnen.

Das Biene, Bea, Flamy, Byron und Carlo diese Tiere nicht ersetzen können, ist klar, aber:

  • sie wecken liebevolle Erinnerungen
  • schaffen Ruhe und Ausgeglichenheit im Menschen
  • wecken Interessen
  • lenken von Krankheiten ab
  • erhalten die Kommunikation untereinander
  • schaffen Vertrautheit
  • bauen Ängste und Unsicherheiten ab
  • schulen die Wahrnehmung
  • fördern das Wohlbefinden und
Die Hunde sind zum Schmusen, Streicheln und Kunststückchen vorführen da

verschaffen leichter Zugang zum dementen Menschen.
Interessant zu sehen ist auch, wie viel man einem Tier erzählen kann. Sie sind gute Zuhörer und es ist einfach oft leichter einem Tier Dinge anzuvertrauen als einem Menschen.

Studien belegen, dass demente Menschen oft positiv auf Tiere reagieren. Manche werden lebhafter und kommunikativer, zeigen Gefühle und wirken entspannter. Auch wir machten diese Erfahrungen. So z.B. vertraute eine Heimbewohner einem Tier ihre Sorgen an und schmuste lange mit ihm. Sie vergaß sogar dabei, dass noch andere Personen um sie herum saßen und sie beobachteten und ihr zuhörten. Für sie existierte nur noch der Hund.

Liebe und Zuneigung auch für Stofftiere

Die tiergestützte Therapie steht an erster Stelle der erfolgreichsten millieutherapeutischen Maßnahmen, die die Versorgungs- und Lebensqualität Demenzkranker verbessert.
Tiere mit ihrer relativ einfachen und nonverbalen Kommunikation erreichen alte und hilfebedürftige Menschen oft besser als das mancher andere erwachsene Mensch kann.
Zu erklären ist dies damit, das diese Menschen nicht mehr so an Aktionen und Aktivitäten interessiert sind. Ihnen genügt in Bezug auf soziale Interaktionen oft das Verspüren von emotionaler Nähe.
Vielen Menschen fällt es oft schwer, einem anderen Menschen zu sagen, „ich mag dich“ und ihm seine Gefühle zu gestehen.

Bei Tieren ist das wieder ganz anderes. Das Fließen von Nähe und Emotionalität wird bei ihnen nie unterdrückt. Und ihnen gegenüber müssen wir es auch nicht unterdrücken, ihnen gegenüber können wir unsere Gefühle ausdrücken.
Hier liegt auch die Erklärung dafür, warum Tiere gerade bei Menschen mit Demenz so große Wirkung erzielen können.
Denn bei an Demenz erkrankten Menschen sind bestimmte höhere Areale im Nervensystem zerstört. Weder gestört noch zerstört sind hingegen andere tiefere neurobiologische Prozesse und Areale, nämlich die, die das Gefühlsleben steuern. Menschen mit Demenz sind also nicht leer, sondern auf einer tieferen Schicht im Leben bereit, angesprochen zu werden.

Wenn unsere 5 Helfer nicht bei uns sein können, werden Stofftiere, die auf den ersten Blick sehr echt wirken, zur Therapie eingesetzt.
Sie können sich bewegen, bellen und auch mit dem Schwanz wedeln, wenn man sie liebevoll streichelt und drückt.
Des weitern kommen Tiere in Form von Handpuppen zum Einsatz. Bei diesem Tieren kann die führende Person die Bewegungen durch die eigene Hand willkürlich steuern und so noch gezielter auf die Menschen und auf deren Reaktionen eingehen.
Diese Eigenschaften bestärken die Bewohner in ihrer Vertrautheit mit den Tieren, und sie können Liebe, Zuneigung, Verständnis und Entspannung geben.

Liebe und Zuneigung auch für Stofftiere

Durch den Einsatz der Therapiebegleithund sowie der Stofftiere erzielten wir bereits sehr große Erfolge und hoffen auch noch lange mit ihnen zusammen arbeiten zu können.

Dank an:
Fr. Dipl.-Med. Beate Haase, Grit Koppitz, Yvonne Thieme
www.therapiehunde-online.de

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