Der Beste und treueste Freund des Menschen
Therapiebegleithunde im Einsatz
Seit nunmehr 6 Jahren bekommen die Bewohner unserer Einrichtung
Besuch von Therapiebegleithund Biene.
Sie ist ein Mischlingshund mit braunem Fell und weißem Latz.
Als Welpe wurde Biene bei Frau Dipl.- Med. Haase aus Wurzen abgegeben,
die sie sehr liebevoll aufzog.
Biene entwickelte sich prächtig und aufgrund ihrer ruhigen
und ausgeglichenen Art bildete Frau Haase sie zum Therapiebegleithund
aus. So kam Biene zu ihrer Bestimmung.
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Sie und ihr Frauchen sind Mitglied im Verein Therapiehunde
Deutschland e.V. (Namensänderung geplant: Therapiebegleithunde-
Team Deutschland e.V.).
Der Verein hat Mitglieder, die sowohl beruflich als auch
ehrenamtlich mit ihrem Hund als Team für Kinder, Erwachsene
und ältere Menschen mit seelischen, körperlichen
oder/und geistigen Behinderungen arbeiten.
Es erfolgt sowohl berufsbegleitend als auch ehrenamtlicher
Einsatz in Behinderteneinrichtungen, Kinderheimen, Alten-
und Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten sowie therapeutischen
Praxen.
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Sie legen großen Wert auf Teamarbeit zwischen dem Hundehalter
und seinem Hund.
Einen großen Stellenwert hat in der Arbeit die durch Fachleute
durchgeführte Wesensanalyse, um die Stärken und Besonderheiten
der eingesetzten Hunde genau zu kennen. Der Verein erachtet dies
für unverzichtbar, um für die betreuten Menschen eine
höchstmögliche Sicherheit zu erreichen und ihre Tiere
mit ihren Stärken und Problemstrecken genau zu kennen und immer
kritisch zu bleiben.
Für die tiergestützte Arbeit mit dem Hund ist die Neutralität
des Hundes, das wertungs- und vorurteilsfreie Entgegenkommen des
Sozialpartners Hund sehr wertvoll.
Der Hund kann Geborgenheit, Sicherheit, Einfühlungsvermögen,
Sensibilität und Freundlichkeit vermitteln. Im Umgang mit Menschen
sehr erfahrene Hunde zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität
für menschliche Gefühlslagen aus und können das sehr
fein signalisieren. Dadurch kann in Diagnostik und Therapie wertvolle
Rückmeldung entstehen.
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Da Frau Haase nicht immer selbst mit Biene zu uns kommen
kann, wird sie meist von Frau Noack aus Brandis begleitet,
die Sozialarbeiterin ist und Biene von klein auf kennt. Sie
kann den Senioren viele interessante Dinge erzählen.
Natürlich ist Biene nicht nur zum Anschauen da, nein
mit ihr kann man schmusen, sie streicheln, an der Leine spazieren
führen aber auch sprechen.
Seit Januar 2006 hat Biene nun Verstärkung bekommen,
und zwar die Bearded Collies Bea, Flamy, Byron und Carlo mit
ihrem Frauchen Sabine Hirsch.
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Eigentlich sind die grau weiß braunen lustigen Vierbeiner
ja Hütehunde, aber da ihr Frauchen keine Schafe hat, auf die
sie aufpassen können, sie aber sehr wachsam und lieb sind,
haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, andere Menschen glücklich
zu machen.
Auch sie sind zum Schmusen, Streicheln und Kunststückchen vorführen
da.
Wenn unsere Vierbeiner zu Besuch da sind, haben sie natürlich
immer riesigen Appetit mitgebracht und lassen sich gern mit leckeren
Happen verwöhnen.
Dankbar stupsen sie dann mit ihren feuchten Nasen und wedeln freudig
mit dem Schwanz, was immer ein Lächeln in die Gesichter der
Bewohner zaubert.
Durch die Besuche der Therapeuten auf vier Pfoten wurde
eine Vertrauensbasis zwischen Mensch und Tier geschaffen. Die meisten
unserer Bewohner hatten früher selbst Haustiere. Durch die
veränderte Lebenssituation, ausgelöst durch Krankheiten
oder einfach weil sie allein nicht mehr selbständig genug waren,
um zu Hause zu bleiben, mussten sie auf ihre Tiere verzichten und
einen neuen Lebensabschnitt ohne sie beginnen.
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Das Biene, Bea, Flamy, Byron und Carlo diese Tiere nicht
ersetzen können, ist klar, aber:
- sie wecken liebevolle Erinnerungen
- schaffen Ruhe und Ausgeglichenheit im Menschen
- wecken Interessen
- lenken von Krankheiten ab
- erhalten die Kommunikation untereinander
- schaffen Vertrautheit
- bauen Ängste und Unsicherheiten ab
- schulen die Wahrnehmung
- fördern das Wohlbefinden und
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verschaffen leichter Zugang zum dementen Menschen.
Interessant zu sehen ist auch, wie viel man einem Tier erzählen
kann. Sie sind gute Zuhörer und es ist einfach oft leichter
einem Tier Dinge anzuvertrauen als einem Menschen.
Studien belegen, dass demente Menschen oft positiv auf Tiere reagieren.
Manche werden lebhafter und kommunikativer, zeigen Gefühle
und wirken entspannter. Auch wir machten diese Erfahrungen. So z.B.
vertraute eine Heimbewohner einem Tier ihre Sorgen an und schmuste
lange mit ihm. Sie vergaß sogar dabei, dass noch andere Personen
um sie herum saßen und sie beobachteten und ihr zuhörten.
Für sie existierte nur noch der Hund.
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Die tiergestützte Therapie steht an erster Stelle der
erfolgreichsten millieutherapeutischen Maßnahmen, die
die Versorgungs- und Lebensqualität Demenzkranker verbessert.
Tiere mit ihrer relativ einfachen und nonverbalen Kommunikation
erreichen alte und hilfebedürftige Menschen oft besser
als das mancher andere erwachsene Mensch kann.
Zu erklären ist dies damit, das diese Menschen nicht
mehr so an Aktionen und Aktivitäten interessiert sind.
Ihnen genügt in Bezug auf soziale Interaktionen oft das
Verspüren von emotionaler Nähe.
Vielen Menschen fällt es oft schwer, einem anderen Menschen
zu sagen, ich mag dich und ihm seine Gefühle
zu gestehen.
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Bei Tieren ist das wieder ganz anderes. Das Fließen von Nähe
und Emotionalität wird bei ihnen nie unterdrückt. Und
ihnen gegenüber müssen wir es auch nicht unterdrücken,
ihnen gegenüber können wir unsere Gefühle ausdrücken.
Hier liegt auch die Erklärung dafür, warum Tiere gerade
bei Menschen mit Demenz so große Wirkung erzielen können.
Denn bei an Demenz erkrankten Menschen sind bestimmte höhere
Areale im Nervensystem zerstört. Weder gestört noch zerstört
sind hingegen andere tiefere neurobiologische Prozesse und Areale,
nämlich die, die das Gefühlsleben steuern. Menschen mit
Demenz sind also nicht leer, sondern auf einer tieferen Schicht
im Leben bereit, angesprochen zu werden.
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Wenn unsere 5 Helfer nicht bei uns sein können, werden
Stofftiere, die auf den ersten Blick sehr echt wirken, zur
Therapie eingesetzt.
Sie können sich bewegen, bellen und auch mit dem Schwanz
wedeln, wenn man sie liebevoll streichelt und drückt.
Des weitern kommen Tiere in Form von Handpuppen zum Einsatz.
Bei diesem Tieren kann die führende Person die Bewegungen
durch die eigene Hand willkürlich steuern und so noch
gezielter auf die Menschen und auf deren Reaktionen eingehen.
Diese Eigenschaften bestärken die Bewohner in ihrer Vertrautheit
mit den Tieren, und sie können Liebe, Zuneigung, Verständnis
und Entspannung geben.
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Durch den Einsatz der Therapiebegleithund sowie der Stofftiere
erzielten wir bereits sehr große Erfolge und hoffen auch noch
lange mit ihnen zusammen arbeiten zu können.
Dank an:
Fr. Dipl.-Med. Beate Haase, Grit Koppitz, Yvonne Thieme
www.therapiehunde-online.de
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