Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)

Altenpflegeheim

Bergstraße - Brandis

Dies ist ein Heim der Altenheimgesellschaft Muldental gGmbH


Bergstraße 2A, 04821 Brandis, Tel.: (03 42 92) 4 17 30, E-Mail: info@altenpflegeheim-brandis.de

Aus Haus 7 wird Haus Kleegasse (27.08.2009)

Am Montag beginnen Bauarbeiten für Altenpflegeheim am Krankenhaus / Fertigstellung im Sommer 2010


Wurzen. Haus 7, ein früherer Bereich des Wurzener Krankenhauses und noch früher Sitz des Finanzamtes, war gestern. Jetzt wird das Gebäude eine große Verwandlung erfahren. Noch ist’s ein Architektenentwurf, der aus ihm das künftige Altenpflegeheim Kleegasse zaubert. Doch werden zwischen Computer-Animation und Realität keine Ewigkeiten vergehen. Bereits am Montag beginnt die Startphase des Um- und Erweiterungsbaus.

Dieser Feuerwehr-Termin, fast beiläufig von Architekt Andres Grün genannt, war selbst Kreis- und Stadtrat Peter Konheiser (SPD) neu. Er hatte gestern einen illustren Kreis von Entscheidungsträgern in das Wurzener Krankenhaus eingeladen, um über die Weiterentwicklung der Muldentalkliniken gGmbH und insbesondere die Errichtung eines Pflegeheimes am Standort Wurzen zu beraten. Dass er sich zu dieser Initiative entschlossen hatte, begründete er mit der Erklärung, er habe dies "als glühender Verfechter der öffentlichen Daseinsfürsorge" und zugleich aus persönlichen Erfahrungen heraus getan, die ihn mit dem Krankenhaus Wurzen verbinden.

So saßen denn 18 Persönlichkeiten, darunter Vize-Landrat Klaus-Jürgen Linke, Oberbürgermeister Jörg Röglin, Andreas Ehrlich, Geschäftsführer der Muldentalkliniken, Jens Stiller, Geschäftsführer des DRK Wurzen, Landtagsabgeordnete und Landtagskandidaten sowie Vertreter der Kreistagsfraktionen der demokratischen Parteien am Tisch, um sich über das Projekt des Pflegeheims auf dem Territorium des Krankenhauses Wurzen zu verständigen.

Peter Konheiser hatte einleitend auch statistische Erhebungen zur Bevölkerungsentwicklung bemüht, um den Wert von Altenpflegeheimen im Allgemeinen und eines solchen in Regie der Muldentalkliniken im Besonderen herauszustellen.

Darauf nahm deren Chef Andreas Ehrlich Bezug. Nachdem er die Entwicklung der Muldentalkliniken gGmbH im Stenogrammstil dargelegt hatte - seit 2006 gehört auch die Altenheimpflegegesellschaft Brandis zum Bestand des (nach Handelsrecht) Konzerns -, erklärte er, auch für diese Einrichtung Geschäftsführer: "In Brandis sind wir ausgelastet. Wurzener, die in der Nähe bleiben wollen, müssen nach Althen gehen, weil wir den Bedarf nicht abdecken können." So sei die Idee entstanden, die Immobilie des ehemaligen Finanzamts zum Standort für schwerstpflegebedürftige Menschen umzubauen. 36 Plätze sollten vorerst entstehen, mit Ausstattung und Know-how wie in Brandis. "Auch ein Teil des dortigen Personals wird hier in Wurzen für gleich gute Verhältnisse sorgen. Wurzen wird quasi eine Zweigstelle von Brandis sein und in der gleichen Struktur funktionieren."

Als Alleinstellungsmerkmal hob Andreas Ehrlich die Tatsache hervor, dass durch die Nähe zum Krankenhaus eine medizinisch-intensive Pflege angeboten werden könne, die auf enger Kooperation mit dem Klinikpersonal beruhe.

Vize-Landrat Klaus-Jürgen Linke betonte in diesem Zusammenhang, der Landkreis, Träger der Muldentalkliniken, habe auch auf dem Feld der sozialen Fürsorge immer mit Augenmaß und unter dem Gesichtspunkt der Zukunft geplant. "Im Bemühen, neue Geschäftsfelder zu entwicklen, ist der Einstieg in den Pflegebereich ein Schritt, um für kommende Herausforderungen, auch durch Mit-Wettbewerber, gewappnet zu sein."

Architekt Andres Grün machte die Teilnehmer der Beratung mit dem konkreten Projekt bekannt. Nicht ohne zuvor zu betonen: "Wir reden hier nicht über das Krankenhaus. Wir wollen kein Pflegeheim im Krankenhaus, sondern ein Haus, im dem gewohnt wird und dessen Besonderheit darin besteht, dass den Bedürftigen eine 24-Stunden-Pflege und -betreuung gesichert ist."

Insofern werde auch nicht von Pflegestation die Rede sein, sondern von Wohnbereichen. Und diesem Konzept - persönliche Pflege statt multifunktionaler Gemeinschaftsabläufe - sei auch der Um- und Erweiterungsbau des Hauses Kleegasse verpflichtet. Im Einzelnen erläuterte der Architekt, dass es auf zwei Etagen je 13 Einzel-und drei Doppelzimmer geben werde. Mit großen Wohnbereichen, Esszimmern und teilweise individuellem Mobiliar der Pflegebedürftigen. Alles werde so eingerichtet, dass sie den Alltag mit allen Sinnen, bis hin zu den Küchengerüchen, leben könnten.

In der Diskussion wurde lebhafte Zustimmung der Teilnehmer zu Standort und Konzept deutlich. Dass das Haus Kleegasse bereits im Frühsommer 2010 seiner Bestimmung übergeben werden solle, sei eine weitere positive Botschaft.

Text zum Foto: Verwandlung des früheren Wurzener Finanzamtes in das Haus Kleegasse: Architekt Andres Grün erläutert den Teilnehmern der Beratung um das künftige Altenpflegeheim Details des Um- und Erweiterungsbaus.

Wulf Skaun
Leipziger Volkszeitung Ausgabe Muldental 13.08.2009
Foto: Ralf Zweynert

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