Leistungen Betreuungskonzept/Pflegekonzept - Haus 2
1. Projektentwicklung "Familienorientierte Wohnbereichspflege"
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Die Altenheimgesellschaft Brandis mbH eröffnete im Juli
1998 das neue "Altenpflegeheim Bergstraße"
für 72 pflegebedürftige Bewohner.
Das Konzept dafür sieht auch eine gerontopsychiatrische
Betreuung vor. Die Erfassung / Erhebung hauptsächlich
mit Mini-Mental-State Test weist auf einen überwiegenden
Anteil der Heimbewohner mit fortschreitendem Verlust an Gedächtnisleistungen
und Kognitivfunktionen - Erscheinungen der Demenzkrankheit
- hin. Es werden dafür Therapien in der Gruppe oder einzeln
angeboten, sowie Betreuungsangebote erstellt, die sich nach
der Erstellung einer Bewohnercharakteristik ergeben.
Im Ergebnis umfangreicher Untersuchungen, Auswertung von
Fachliteratur und Besuch von Fachtagungen entstanden im Februar
2000 Unterlagen zur Erweiterung des Betreuungs- und Pflegekonzeptes
der Gesellschaft und wurden den betroffenen Behörden
übergeben.
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Die alte Bank lädt zum Verweilen und schwatzen ein
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In den Unterlagen wurde die Zielstellung zur Durchführung
einer stationären Demenzbetreuung in Form der familienorientierten
Wohnbereichspflege nach dem Hausgemeinschaftsprinzip erarbeitet.
Es gab keine Ablehnung zu dem Projekt - erwähnenswert ist die
projektbezogene Zustimmung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe.
Nach einer vorliegenden Konzeption erfolgte die Realisierung der
Investitionsmaßnahme Haus 2 für Bau und Betreibung zur
Eröffnung im November 2001.
2. Aufgabe und Zielstellung
Auf Grund der Zunahme
- des Menschenalters,
- der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit,
- der Demenzerkrankungen,
- der überproportionalen Entwicklung der Alzheimer Krankheit
und
- den Situationen in den Pflegeheimen
haben wir uns die Aufgabe gestellt, für die Betroffenen einen
Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen zu leisten.
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Kräuter ammeln, ordnen und pressen
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Das vom Kuratorium Deutsche Altershilfe empfohlene Hausgemeinschaftskonzept
(4. Generation des Altenpflegeheimbaus) soll dabei Anwendung
finden. Das an kleine Wohneinheiten ausgerichtete Konzept und
die damit verbundene Dezentralisierung schafft im Vergleich
zu den bisherigen Heimen neue Strukturen, die erhebliche Auswirkungen
auf das soziale Miteinander von Bewohnern, Mitarbeitern und
Angehörigen haben und somit eine optimale Voraussetzung
zur Erreichung unserer gestellten Aufgabe ist. |
Die Zielstellung besteht in einer angemessenen spezifischen Pflege,
einer Aktivierung von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, einer
besonderen therapeutischen und sozialen Betreuung, abgestimmten
medizinischen Therapien und einer guten Organisation (Leitlinien
für Planung, Personal, Qualität, Wohnform und Vernetzung).
Hauswirtschaftliche Tätigkeit
3. Wohn-, Pflege- und Betreuungskonzept
Grundlage zur Erarbeitung ist die vom Bundesministerium für Gesundheit
erarbeitete "Dokumentation zur Verbesserung der Situation Pflegebedürftiger
- BMG Modellprodukte - Hausgemeinschaften - die 4. Generation des
Altenpflegeheimbaus". Als Leitgedanken stehen Normalität
und Dezentralisierung. Der Begriff Hausgemeinschaft wird wie folgt
beschrieben:
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"Menschen bewohnen Häuser. Häuser bewohnen aber auch Menschen.
Ob die Gebäude bei ihren Bewohnerrinnen und Bewohnern
besonderen Stress oder gar Angst verursachen oder ob sie zu
deren Wohlergehen beitragen, ergibt sich daraus, inwieweit
sich diese Häuser in Planung und Ausführung einschließlich
Standortwahl auf die Bedürfnisse ihrer Bewohner einstellen
können. Hausgemeinschaften verstehen sich als quartiernahe
Wohnangebote für pflegebedürftige und/oder verwirrte
ältere Menschen."
Unser Konzept beinhaltet die Wohnbereichspflege - 10 Bewohner pro
Wohnetage mit entsprechenden Bezugspersonen.
Wir wollen damit erreichen, dass Spannungen, Ängste und
Aggressionen abgebaut werden.
Für die Bewohner gibt es sinnvolle Angebote, hauptsächlich
aus dem hauswirtschaftlichen Bereich, zur Tagesstrukturierung.
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gewünschte Unterbrechung
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Auf Grundlage des Rahmenvertrages nach § 75 SGB XI zur vollstationären
Pflege in Sachsen werden die Aufgaben der Pflege und Betreuung der
Heimbewohner im ganzheitlichen Pflege- und Betreuungsansatz wie
folgt durchgeführt:
- Hilfe bei Körperpflege
- Hilfe bei der Ernährung
- Hilfe bei der Mobilität
- Soziale Betreuung
- Medizinische Behandlungspflege
- Unterkunft und Verpflegung
4. Sicherstellung der Leistungen / Qualitätssicherung
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"Sammelleidenschaft"
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Die besondere stationäre Pflege und Betreuung, in Form der
familienorientierten Wohnbereichspflege, erfolgt im Regelfall
durch ein festes Mitarbeiterteam, welches multiprofessionell
besetzt ist. Das Verhalten der Pflegekräfte und des hauswirtschaftlichen
Personals hat einheitlich, konsequent und vorhersehbar zu sein.
Es sind bewohnerbezogene Zeitlinien für die Beziehungsgestaltung
(Kommunikationsform, Haltung, etc.) zu schaffen.
Die fachliche Leitung obliegt einer staatlich anerkannten Altenpflegerin
oder Krankenschwester. Diese Mitarbeiterin hat eine gerontopsychiatrische
Zusatzqualifikation zu erbringen. |
Um die vielfältigen und komplexen Anforderungen in der gerontopsychiatrischen
Pflege erfüllen zu können, wird eine fundierte fachliche
Qualifikation und kontinuierliche Fortbildung aller am Pflegeprozess
Beteiligten durchgeführt.
Die Pflegeleistungen werden in Form der aktivierenden Pflege unter Beachtung
der Qualitätsvereinbarung nach § 80 SGB XI erbracht. Dabei
werden die neuen, ab 01. 01. 2002, gesetzlichen Bestimmungen zum
Heim- und Qualitätssicherungsgesetz berücksichtigt.
Die Maßnahmen zur ständigen Qualitätssicherung und
kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsabläufe haben höchsten
Stellenwert.
Basis dafür ist das Qualitätshandbuch des Kuratoriums
Deutsche Altershilfe "Leben mit Demenz" vom November 2001.
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