Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)

Altenpflegeheim

Bergstraße - Brandis

Dies ist ein Heim der Altenheimgesellschaft Muldental gGmbH


Bergstraße 2A, 04821 Brandis, Tel.: (03 42 92) 4 17 30, E-Mail: info@altenpflegeheim-brandis.de

Leistungen – Betreuungskonzept/Pflegekonzept - Haus 2

1. Projektentwicklung "Familienorientierte Wohnbereichspflege"

Die Altenheimgesellschaft Brandis mbH eröffnete im Juli 1998 das neue "Altenpflegeheim Bergstraße" für 72 pflegebedürftige Bewohner.
Das Konzept dafür sieht auch eine gerontopsychiatrische Betreuung vor. Die Erfassung / Erhebung hauptsächlich mit Mini-Mental-State Test weist auf einen überwiegenden Anteil der Heimbewohner mit fortschreitendem Verlust an Gedächtnisleistungen und Kognitivfunktionen - Erscheinungen der Demenzkrankheit - hin. Es werden dafür Therapien in der Gruppe oder einzeln angeboten, sowie Betreuungsangebote erstellt, die sich nach der Erstellung einer Bewohnercharakteristik ergeben.

Im Ergebnis umfangreicher Untersuchungen, Auswertung von Fachliteratur und Besuch von Fachtagungen entstanden im Februar 2000 Unterlagen zur Erweiterung des Betreuungs- und Pflegekonzeptes der Gesellschaft und wurden den betroffenen Behörden übergeben.

Die alte Bank lädt zum Verweilen und schwatzen ein
Die alte Bank lädt zum Verweilen und schwatzen ein

In den Unterlagen wurde die Zielstellung zur Durchführung einer stationären Demenzbetreuung in Form der familienorientierten Wohnbereichspflege nach dem Hausgemeinschaftsprinzip erarbeitet.
Es gab keine Ablehnung zu dem Projekt - erwähnenswert ist die projektbezogene Zustimmung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe. Nach einer vorliegenden Konzeption erfolgte die Realisierung der Investitionsmaßnahme Haus 2 für Bau und Betreibung zur Eröffnung im November 2001.

2. Aufgabe und Zielstellung

Auf Grund der Zunahme
- des Menschenalters,
- der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit,
- der Demenzerkrankungen,
- der überproportionalen Entwicklung der Alzheimer Krankheit und
- den Situationen in den Pflegeheimen
haben wir uns die Aufgabe gestellt, für die Betroffenen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen zu leisten.

Kräuter sammeln, ordnen und pressen
Kräuter ammeln, ordnen und pressen

Das vom Kuratorium Deutsche Altershilfe empfohlene Hausgemeinschaftskonzept (4. Generation des Altenpflegeheimbaus) soll dabei Anwendung finden. Das an kleine Wohneinheiten ausgerichtete Konzept und die damit verbundene Dezentralisierung schafft im Vergleich zu den bisherigen Heimen neue Strukturen, die erhebliche Auswirkungen auf das soziale Miteinander von Bewohnern, Mitarbeitern und Angehörigen haben und somit eine optimale Voraussetzung zur Erreichung unserer gestellten Aufgabe ist.

Die Zielstellung besteht in einer angemessenen spezifischen Pflege, einer Aktivierung von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, einer besonderen therapeutischen und sozialen Betreuung, abgestimmten medizinischen Therapien und einer guten Organisation (Leitlinien für Planung, Personal, Qualität, Wohnform und Vernetzung).

Hauswirtschaftliche Tätigkeit

3. Wohn-, Pflege- und Betreuungskonzept

Grundlage zur Erarbeitung ist die vom Bundesministerium für Gesundheit erarbeitete "Dokumentation zur Verbesserung der Situation Pflegebedürftiger - BMG Modellprodukte - Hausgemeinschaften - die 4. Generation des Altenpflegeheimbaus". Als Leitgedanken stehen Normalität und Dezentralisierung. Der Begriff Hausgemeinschaft wird wie folgt beschrieben:

"Menschen bewohnen Häuser. Häuser bewohnen aber auch Menschen. Ob die Gebäude bei ihren Bewohnerrinnen und Bewohnern besonderen Stress oder gar Angst verursachen oder ob sie zu deren Wohlergehen beitragen, ergibt sich daraus, inwieweit sich diese Häuser in Planung und Ausführung einschließlich Standortwahl auf die Bedürfnisse ihrer Bewohner einstellen können. Hausgemeinschaften verstehen sich als quartiernahe Wohnangebote für pflegebedürftige und/oder verwirrte ältere Menschen."

Unser Konzept beinhaltet die Wohnbereichspflege - 10 Bewohner pro Wohnetage mit entsprechenden Bezugspersonen.
Wir wollen damit erreichen, dass Spannungen, Ängste und Aggressionen abgebaut werden.
Für die Bewohner gibt es sinnvolle Angebote, hauptsächlich aus dem hauswirtschaftlichen Bereich, zur Tagesstrukturierung.

gewünschte Unterbrechung
gewünschte Unterbrechung

Auf Grundlage des Rahmenvertrages nach § 75 SGB XI zur vollstationären Pflege in Sachsen werden die Aufgaben der Pflege und Betreuung der Heimbewohner im ganzheitlichen Pflege- und Betreuungsansatz wie folgt durchgeführt:
- Hilfe bei Körperpflege
- Hilfe bei der Ernährung
- Hilfe bei der Mobilität
- Soziale Betreuung
- Medizinische Behandlungspflege
- Unterkunft und Verpflegung

4. Sicherstellung der Leistungen / Qualitätssicherung

"Sammelleidenschaft"
"Sammelleidenschaft"

Die besondere stationäre Pflege und Betreuung, in Form der familienorientierten Wohnbereichspflege, erfolgt im Regelfall durch ein festes Mitarbeiterteam, welches multiprofessionell besetzt ist. Das Verhalten der Pflegekräfte und des hauswirtschaftlichen Personals hat einheitlich, konsequent und vorhersehbar zu sein.
Es sind bewohnerbezogene Zeitlinien für die Beziehungsgestaltung (Kommunikationsform, Haltung, etc.) zu schaffen.
Die fachliche Leitung obliegt einer staatlich anerkannten Altenpflegerin oder Krankenschwester. Diese Mitarbeiterin hat eine gerontopsychiatrische Zusatzqualifikation zu erbringen.

Um die vielfältigen und komplexen Anforderungen in der gerontopsychiatrischen Pflege erfüllen zu können, wird eine fundierte fachliche Qualifikation und kontinuierliche Fortbildung aller am Pflegeprozess Beteiligten durchgeführt.

Die Pflegeleistungen werden in Form der aktivierenden Pflege unter Beachtung der Qualitätsvereinbarung nach § 80 SGB XI erbracht. Dabei werden die neuen, ab 01. 01. 2002, gesetzlichen Bestimmungen zum Heim- und Qualitätssicherungsgesetz berücksichtigt.
Die Maßnahmen zur ständigen Qualitätssicherung und kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsabläufe haben höchsten Stellenwert.
Basis dafür ist das Qualitätshandbuch des Kuratoriums Deutsche Altershilfe "Leben mit Demenz" vom November 2001.

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